Luoyuan ist eine Kreisstadt an der Küste von Fujian, einer
chinesischen Provinz, die berühmt ist für ihre Teeproduktion auf
terrassierten Plantagen, für die ethnische Minderheit der ”Hakka”
und deren ringförmigen Wohnhäusern, den sogenannten Fujian
– „Tulou“. Wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand haben in
den letzten Jahrzehnten selbst Kleinstädte auf ein vielfaches ihrer
Größe an-schwellen und überall Fabriken und Wohnsiedlungen
entstehen lassen. Während diese beschleunigte Verstädterung die
verbliebenen Dörfer mit ihrem traditionellen Gemeinschaftsleben
rücksichtslos überrollt, bietet sie der anglikanischen Gemeinschaft
von Luoyuan auch die Gelegenheit, eine der seltenen
Genehmigungen zum Bau eines neuen Gotteshauses außerhalb
des dichtbewohnten Stadtkerns zu erhalten. Seit 2011 widmet
sich die kleine Gemeinde dem Bau einer Tochterkirche in einem
der neu entstehenden Stadtteile. In Erwartung, dass insbesondere
frisch verheiratete Paare in den zukünftigen Wohnvierteln
leben wollen, soll die neue Kirche vor allem ihr Bedürfnis nach
einer förderlichen Umgebung für ihre Kinder ansprechen. Das
hierfür konzipierte Programm umfasst neben individuellen
Kirchenräumen für Erwachsenen- und Kindergottesdienste auch

Klassen- und Arbeitsräume für alle Altersgruppen.

Die besondere Herausforderung des Projektes war es, die
Komplexität einer multifunktionalen Architektur mit dem würdigen
Ausdruck eines Gotteshauses in Einklang zu bringen, und dabei
in der neuen Architektur einen Sinn für örtliche Authentizität in

dem zunehmend anonymen Umfeld zu bewahren.

Der für die Kirche entwickelte Entwurf übernimmt ortstypische
Ele-mente, mit denen die Gläubigen vor Ort vertraut sind, so
zum Beispiel die konzentrische Organisation der „Tulou“,
deren Funktionen sich um einen zentralen Hof anordnen, oder
Qualitäten der umgebenden Landschaft mit ihren terrassierten
Teeplantagen und wild wachsenden Bananenstauden. Auf diese
Weise wird im Herzen der Kirche die Möglichkeit geschaffen, das
traditionelle Gemeinschaftsleben der Region in einem christlichen
Umfeld wiederaufleben zu lassen: ein Ort, an dem Gläubige sich
zuhause fühlen, ein Garten, in dem ihre Kinder sorgenfrei lernen

und spielen können.

Als meditativen Gegenpol zum intensiven Gemeinschaftsleben
im Hofe konstituiert sich die Kirchenhalle als ein Bereich der
Isolation und des In-sich-Kehrens. Sie wird umschlossen von
zwei monumentalen Fassaden, die aus insgesamt 107 707
Buntglasscheiben mosaikartig zusammengesetzt sind. Das darauf
abgebildete Kunstwerk „De Profundis“ wurde in unmittelbarer
Verbindung mit dem Raum als Gesamtkunstwerk entworfen; es
strahlt eine tiefblaue Atmosphäre aus, die die Gläubigen zu einem
metaphorischen Ort tief am Meeresgrund entführt, an welchem
tiefste Dunkelheit von einer Aura göttlichen Lichts zerstreut
wird. In Zukunft wird der Fassadenzwischenraum dazu genutzt
werden, das Glas künstlich zu beleuchten und somit die Kirche
nachts in ein nach Innen und Außen strahlendes Leuchtfeuer zu
verwandeln. Mit einer Fläche von 1412 m² besitzt die Kirche von
Luoyuan die größte Buntglasfassade Chinas und weltweit eine

der größten ihrer Art.

Luoyuan ist eine Kreisstadt an der Küste von Fujian, einer chinesischen Provinz, die berühmt ist für ihre Teeproduktion auf terrassierten Plantagen, für die ethnische Minderheit der ”Hakka” und deren ringförmigen Wohnhäusern, den sogenannten Fujian– „Tulou“. Wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand haben in den letzten Jahrzehnten selbst Kleinstädte auf ein vielfaches ihrer Größe an-schwellen und überall Fabriken und Wohnsiedlungen entstehen lassen. Während diese beschleunigte Verstädterung die verbliebenen Dörfer mit ihrem traditionellen Gemeinschaftsleben rücksichtslos überrollt, bietet sie der anglikanischen Gemeinschaft von Luoyuan auch die Gelegenheit, eine der seltenen Genehmigungen zum Bau eines neuen Gotteshauses außerhalb des dichtbewohnten Stadtkerns zu erhalten. Seit 2011 widmet sich die kleine Gemeinde dem Bau einer Tochterkirche in einem der neu entstehenden Stadtteile. In Erwartung, dass insbesondere frisch verheiratete Paare in den zukünftigen Wohnvierteln leben wollen, soll die neue Kirche vor allem ihr Bedürfnis nach einer förderlichen Umgebung für ihre Kinder ansprechen. Das hierfür konzipierte Programm umfasst neben individuellen Kirchenräumen für Erwachsenen- und Kindergottesdienste auch Klassen- und Arbeitsräume für alle Altersgruppen.


Die besondere Herausforderung des Projektes war es, die Komplexität einer multifunktionalen Architektur mit dem würdigen Ausdruck eines Gotteshauses in Einklang zu bringen, und dabei in der neuen Architektur einen Sinn für örtliche Authentizität in dem zunehmend anonymen Umfeld zu bewahren. Der für die Kirche entwickelte Entwurf übernimmt ortstypische Ele-mente, mit denen die Gläubigen vor Ort vertraut sind, so zum Beispiel die konzentrische Organisation der „Tulou“, deren Funktionen sich um einen zentralen Hof anordnen, oder Qualitäten der umgebenden Landschaft mit ihren terrassierten Teeplantagen und wild wachsenden Bananenstauden. Auf diese Weise wird im Herzen der Kirche die Möglichkeit geschaffen, das traditionelle Gemeinschaftsleben der Region in einem christlichen Umfeld wiederaufleben zu lassen: ein Ort, an dem Gläubige sich zuhause fühlen, ein Garten, in dem ihre Kinder sorgenfrei lernen und spielen können.



Als meditativen Gegenpol zum intensiven Gemeinschaftsleben im Hofe konstituiert sich die Kirchenhalle als ein Bereich der Isolation und des In-sich-Kehrens. Sie wird umschlossen von zwei monumentalen Fassaden, die aus insgesamt 107 707 Buntglasscheiben mosaikartig zusammengesetzt sind. Das darauf abgebildete Kunstwerk „De Profundis“ wurde in unmittelbarer Verbindung mit dem Raum als Gesamtkunstwerk entworfen; es strahlt eine tiefblaue Atmosphäre aus, die die Gläubigen zu einem metaphorischen Ort tief am Meeresgrund entführt, an welchem tiefste Dunkelheit von einer Aura göttlichen Lichts zerstreut wird. In Zukunft wird der Fassadenzwischenraum dazu genutzt werden, das Glas künstlich zu beleuchten und somit die Kirche nachts in ein nach Innen und Außen strahlendes Leuchtfeuer zu verwandeln. Mit einer Fläche von 1412 m² besitzt die Kirche von Luoyuan die größte Buntglasfassade Chinas und weltweit eine der größten ihrer Art.



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