Eingeklemmt zwischen Wohnsiedlungen aus den 80er Jahren und
einer Bergkette am äußersten Rande der Stadt, erfüllte die kleine
Kirche von Changle über drei Jahrzehnte hinweg ihre Aufgabe
als Versammlungsort für eine Handvoll hier lebender Christen.
Seit kurzem ist es jedoch mit der Abgeschiedenheit vorbei: Als
der gewundene Bergweg oberhalb des Grundstücks ausgebaut
wurde, befand sich die Gemeinde plötzlich neben einer wichtigen
Verkehrsader auf halbem Wege zwischen Flughafen und dem
Zentrum der Provinzhauptstadt Fuzhou! Innerhalb der Gemeinde
führte die neue Situation zu dramatischen Veränderungen:
Da die Kirche nun vom gesamten Stadtgebiet aus in wenigen
Minuten erreichbar war, schwoll die Zahl der in die Gottesdienste

strömenden Gläubigen rasant an.

Das in die Jahre gekommene Gebäude konnte dem seither stark
gestiegenen Raumbedarf nicht länger gerecht werden. Da eine
Erweiterung auf den verbliebenen Freiflächen des Grundstückes
nicht die benötigte Hallengröße erzielt hätte, entschlossen sich
die Christen zum Abriss des maroden Altbaus und zur Errichtung

einer deutlich größeren Kirche samt Gemeindehausfunktionen.

Die besondere Herausforderung des Projektes bestand darin, das
Bedürfnis der alteingesessenen Kerngemeinde nach einem Ort
geborgenen Gemeinschaftserlebens in Einklang zu bringen mit
dem in der Gemeinde aufkeimenden Wunsch sich mit diesem
Kirchenbau neu zu präsentieren und die Kirche angesichts
der idyllischen Natur im Rücken auch als ein Stück erlebbare
Stadtlandschaft an bestehende Parkanlagen anzubinden.
Angesichts des gestiegenen Raumbedarfes nimmt der Entwurf die
hochverdichteten Wohnblöcke als Ausgangspunkt der Formfindung
des neuen Gotteshauses: Zwei funktional differenzierte Volumen
werden derart auf dem Grundstück positioniert, dass sie sich
nahtlos in das starre Siedlungsgitter der Umgebung eingliedern.
Während der größere Block gemeindeorientierten Funktionen
vorbehalten bleibt, sind im kleineren öffentliche Infrastrukturen
vorgesehen. Die Blöcke vereinen sich bergseitig und bilden einen
kreisförmigen Hof. In seiner Introversion erinnert dieser an die
frühere Abgeschiedenheit der Gemeinde, und eignet sich somit

als Versammlungsfläche für intimere Freilichtaktivitäten.

Die extreme Siedlungsdichte wird vertikal durch eine dramatische
Bewegung der Dachoberfläche aufgelöst: Beginnend als
Hochplateau wölbt sich das Dach zur Mitte herab auf das Niveau
der Hauptstraße um sich dann nach schwungvoller Wende in der
Höhe auszulaufen. Es bildet sich ein mit Schiff und Glockenturm
eindeutig als Kirche zu erkennender Körper, dessen ausgestaltete
Oberseite begehbar ist und von der Bergstraße aus erschlossen
wird. Der Stadtöffentlichkeit steht sie als Belvedere zur freien
Verfügung, bietet Sitz- und Bühnenbereiche für Hochzeiten unter
freiem Himmel, und gewährt direkten Zugang zur Kirchenhalle

und einem Café unterhalb des Glockenturms.

Eingeklemmt zwischen Wohnsiedlungen aus den 80er Jahren und einer Bergkette am äußersten Rande der Stadt, erfüllte die kleine Kirche von Changle über drei Jahrzehnte hinweg ihre Aufgabe als Versammlungsort für eine Handvoll hier lebender Christen. Seit kurzem ist es jedoch mit der Abgeschiedenheit vorbei: Als der gewundene Bergweg oberhalb des Grundstücks ausgebaut wurde, befand sich die Gemeinde plötzlich neben einer wichtigen Verkehrsader auf halbem Wege zwischen Flughafen und dem Zentrum der Provinzhauptstadt Fuzhou! Innerhalb der Gemeinde führte die neue Situation zu dramatischen Veränderungen: Da die Kirche nun vom gesamten Stadtgebiet aus in wenigen Minuten erreichbar war, schwoll die Zahl der in die Gottesdienste strömenden Gläubigen rasant an.

Das in die Jahre gekommene Gebäude konnte dem seither stark gestiegenen Raumbedarf nicht länger gerecht werden. Da eine Erweiterung auf den verbliebenen Freiflächen des Grundstückes nicht die benötigte Hallengröße erzielt hätte, entschlossen sich die Christen zum Abriss des maroden Altbaus und zur Errichtung einer deutlich größeren Kirche samt Gemeindehausfunktionen.


Die besondere Herausforderung des Projektes bestand darin, das Bedürfnis der alteingesessenen Kerngemeinde nach einem Ort geborgenen Gemeinschaftserlebens in Einklang zu bringen mit dem in der Gemeinde aufkeimenden Wunsch sich mit diesem Kirchenbau neu zu präsentieren und die Kirche angesichts der idyllischen Natur im Rücken auch als ein Stück erlebbare Stadtlandschaft an bestehende Parkanlagen anzubinden. Angesichts des gestiegenen Raumbedarfes nimmt der Entwurf die hochverdichteten Wohnblöcke als Ausgangspunkt der Formfindung des neuen Gotteshauses: Zwei funktional differenzierte Volumen werden derart auf dem Grundstück positioniert, dass sie sich nahtlos in das starre Siedlungsgitter der Umgebung eingliedern. Während der größere Block gemeindeorientierten Funktionen vorbehalten bleibt, sind im kleineren öffentliche Infrastrukturen vorgesehen. Die Blöcke vereinen sich bergseitig und bilden einen kreisförmigen Hof. In seiner Introversion erinnert dieser an die frühere Abgeschiedenheit der Gemeinde, und eignet sich somit als Versammlungsfläche für intimere Freilichtaktivitäten.

Die extreme Siedlungsdichte wird vertikal durch eine dramatische Bewegung der Dachoberfläche aufgelöst: Beginnend als Hochplateau wölbt sich das Dach zur Mitte herab auf das Niveau der Hauptstraße um sich dann nach schwungvoller Wende in der Höhe auszulaufen. Es bildet sich ein mit Schiff und Glockenturm eindeutig als Kirche zu erkennender Körper, dessen ausgestaltete Oberseite begehbar ist und von der Bergstraße aus erschlossen wird. Der Stadtöffentlichkeit steht sie als Belvedere zur freien Verfügung, bietet Sitz- und Bühnenbereiche für Hochzeiten unter freiem Himmel, und gewährt direkten Zugang zur Kirchenhalle und einem Café unterhalb des Glockenturms.

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