Fuzhou ist eine schnellwachsende chinesische Stadt mit einer
großen christlichen Bevölkerung. In der Altstadt gibt es viele
Kirchen, doch im neuen Stadtteil Jinshan fehlen noch feste
Versammlungsorte für die Christen. Die Mehrzahl chinesischer
Kirchen werden heute in einem historisierenden Stil gebaut, um
europäischen Kathedralen zu ähneln. Die Christen kennen oft
nicht die Vielfalt historischer Kirchentypen, „moderne“ Kirchen
gab es bisher nicht. Die Herausforderung dieses Projektes war es
daher nicht nur die funktionalen Bedürfnisse der neugegründeten
Gemeinde zu erfüllen, sondern sie an die Idee einer zeitgemäßen
Architektur heranzuführen, die ortstypische Qualitäten aufweist

und auf die künftige Gemeindekultur abgestimmt ist.

Im Inneren bietet der Entwurf für das neue Heiligtum die perfekte
Umgebung, um die zeitgenössische protestantische Liturgie
Chinas zu inszenieren: Um allen Gläubigen freien Blick auf die
Bühne zu gewähren, gleicht die Organisation mehrstöckigen
Theatern, wobei die Sitzbereiche auf drei Etagen konzentrisch
um die Bühne angeordnet sind, und die Gleichheit der Christen
vor Gott betont wird. Die Bühne ist als große und flexible
Fläche auf die vielfältigen Abläufe von Predigt über Gesang und

Theateraufführungen vorbereitet.

Die Aussenwand der Kirche ist ähnlich einer Pergamentrolle
um den Kirchenraum gewickelt und definiert das Volumen
des Gebäudes. Durch Variationen in der Wandhöhe werden
Kirchenschiff und Glockenturm differenziert, und die dramatische
Silhouette alter Kirchen herausgebildet. Sie ist in Sichtbeton mit
Bambustextur gehalten und verleiht der Kirche einen lokalen
Charakter. Eine Prozessionstreppe verbindet den Platz vor der
Kirche mit der Halle im zweiten Stock und führt zur Dachterrasse,
die für Außengottesdienste bestimmt ist. Im Gegensatz zu den
meisten Kirchen wird das Gelände nicht ummauert, sondern bleibt
allen zugänglich. Hierdurch wird das Befreiende am christlichen
Glauben hervorgehoben, und die Kirche stellt sich als Landmarke
im klassischen Sinne dar. Mit dieser Kombination von Raum,
Form und Material gelingt die Schaffung eines Ortes, welcher der
Identität seiner Gläubigen und ihrer Tradition entspricht, jedoch

seine Verwurzelung im heutigen China betont.

Fuzhou ist eine schnellwachsende chinesische Stadt mit einer großen christlichen Bevölkerung. In der Altstadt gibt es viele Kirchen, doch im neuen Stadtteil Jinshan fehlen noch feste Versammlungsorte für die Christen. Die Mehrzahl chinesischer Kirchen werden heute in einem historisierenden Stil gebaut, um europäischen Kathedralen zu ähneln. Die Christen kennen oft nicht die Vielfalt historischer Kirchentypen, „moderne“ Kirchen gab es bisher nicht. Die Herausforderung dieses Projektes war es daher nicht nur die funktionalen Bedürfnisse der neugegründeten Gemeinde zu erfüllen, sondern sie an die Idee einer zeitgemäßen Architektur heranzuführen, die ortstypische Qualitäten aufweist und auf die künftige Gemeindekultur abgestimmt ist.

Im Inneren bietet der Entwurf für das neue Heiligtum die perfekte Umgebung, um die zeitgenössische protestantische Liturgie Chinas zu inszenieren: Um allen Gläubigen freien Blick auf die Bühne zu gewähren, gleicht die Organisation mehrstöckigen Theatern, wobei die Sitzbereiche auf drei Etagen konzentrisch um die Bühne angeordnet sind, und die Gleichheit der Christen vor Gott betont wird. Die Bühne ist als große und flexible Fläche auf die vielfältigen Abläufe von Predigt über Gesang und Theateraufführungen vorbereitet.


Die Aussenwand der Kirche ist ähnlich einer Pergamentrolle um den Kirchenraum gewickelt und definiert das Volumen des Gebäudes. Durch Variationen in der Wandhöhe werden Kirchenschiff und Glockenturm differenziert, und die dramatische Silhouette alter Kirchen herausgebildet. Sie ist in Sichtbeton mit Bambustextur gehalten und verleiht der Kirche einen lokalen Charakter. Eine Prozessionstreppe verbindet den Platz vor der Kirche mit der Halle im zweiten Stock und führt zur Dachterrasse, die für Außengottesdienste bestimmt ist. Im Gegensatz zu den meisten Kirchen wird das Gelände nicht ummauert, sondern bleibt allen zugänglich. Hierdurch wird das Befreiende am christlichen Glauben hervorgehoben, und die Kirche stellt sich als Landmarke im klassischen Sinne dar. Mit dieser Kombination von Raum, Form und Material gelingt die Schaffung eines Ortes, welcher der Identität seiner Gläubigen und ihrer Tradition entspricht, jedoch seine Verwurzelung im heutigen China betont.


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