

Pastor und später als erster anglikanischer Bischof Fujians.
Um diese Person zu ehren beabsichtigt die ortsansässige christliche
Gemeinde ein altes Abspannwerk samt Verwaltungsgebäude
in eine Begegnungsstätte umzubauen. Das Abspannwerk soll
künftig als Gedenkhalle Ausstellungen beherbergen, in dem
zum Jugendzentrum umgebauten Verwaltungsgebäude sollen
Gruppen unterrichtet werden.


findet die Skulptur zu ihrem Ursprung zurück.










Feizhu ist ein Bergdorf in der chinesischen Provinz Fujian. Der Name Feizhu – zu Deutsch „Fliegender Bambus“ – hat seinen Ursprung in den Bambuswäldern, die das Dorf umgeben. Das Christentum hat in der Region um Feizhu eine lange Geschichte. Während des 19. Jahrhunderts bekehrten anglikanische Missionare zahlreiche Familien. Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die aus dieser Missionstätigkeit hervorgegangen sind, war Bischof Michael Zhang, Sohn einer christlichen Familie aus Feizhu. In einer der turbulentesten Phasen der chinesischen Geschichte und durch zahlreiche kritische Momente in der Entwicklung seines Landes hinweg - dem zweiten Weltkrieg, der Etablierung des neuen politischen Systems, der Kulturrevolution - widmete Zhang aus tiefem Glauben sein Leben der Mission, zunächst als Pastor und später als erster anglikanischer Bischof Fujians.
Um diese Person zu ehren beabsichtigt die ortsansässige christliche Gemeinde ein altes Abspannwerk samt Verwaltungsgebäude in eine Begegnungsstätte umzubauen. Das Abspannwerk soll künftig als Gedenkhalle Ausstellungen beherbergen, in dem zum Jugendzentrum umgebauten Verwaltungsgebäude sollen Gruppen unterrichtet werden.


Als Baumaterial wird Bambus seit Jahrtausenden verwendet und für seine Eigenschaften von Baumeistern und Künstlern geschätzt: Er ist stark und doch hochflexibel; er wird vom Winde gebogen, schwingt jedoch stets zu seinem Mittelpunkt zurück. Für die Christen von Feizhu sind dies Eigenschaften, die sich auch in Bischof Zhangs Charakter spiegeln. Inspiriert von dieser Metapher werden die Gebäude formal als frei in der Landschaft stehende, religiöse Skulpturen umgebaut, die in ihrer Gestalt das „Auf und Ab“ , die Augenblicke der Verzerrung oder der Stabilität im Leben des Bischofs wiederspiegeln. Die spezifische Form der Gedenkhalle wird durch im rechten Winkel an die Aussenwand befestigte, 10cm dicke Bambusrohre gebiltet. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet scheint die „Skulptur“ sich aufzurichten, zu sinken, und zu verdrehen... . Eine über das Jugendzentrum geführte Bambuspergola bildet gleichsam eine von weitem sichtbare „lineare Skulptur“, welche das bestehende Gebäude vereinheitlicht und einen neuen Innenhof umschliesst. Nach einem steilem und unregelmässigem Weg in unsicherer Höhe findet die Skulptur zu ihrem Ursprung zurück.







