Fast ein Jahrtausend lang spielte die Zhongzhou Insel in der
Entwicklung Fuzhous eine wichtige Rolle als Knotenpunkt
zwischen den Transportwegen zu Wasser und zu Lande. Über die
schmale „Brücke der 10000 Alter“ mit dem Festland verbunden,
stellte sie in die einzige Überquerungsmöglichkeit von Nord
nach Süd dar und diente der Provinzhauptstadt als Hafen und
vorgelagerter Siedlungsposten. Anfang der 90er Jahre fügte eine
Serie von Hochwässern der baufälligen Inselbebauung schweren
Schaden zu, so dass die Stadtverwaltung die Insel als Bauland zur
Neuentwicklung verkaufte. Es entstand ein Einkaufszentrum im
Stile eines barocken Schlosses. Das Projekt erwies sich als Desaster:
Fehlplanungen und eine unzureichende Verkehrsanbindung
ließen Mieter fernbleiben. Nach kurzer Inbetriebnahme
schloss der Palast seine Tore, und fristet seitdem ein Dasein als
„Geisterschloss“ im Herzen der Stadt. In jüngster Zeit lässt die
Sanierung historischer Altstadtviertel das Potential der Insel für den
wachsenden Tourismus in Fuzhou erahnen: Eine Reaktivierung als
touristischer Umschlagplatz erschien uns plausibel. Ausgehend
von dieser Hypothese ergriffen wir die Initiative und formulierten
eine aufregende Vision zur Wiedererweckung der Insel, um nach
Jahren der Lethargie die Diskussion über ihre Bedeutung für

Fuzhou in der Stadtöffentlichkeit erneut anzustoßen.

Auf einer Insel sein heißt vor allem: im Freien den Blick auf das
Wasser zu richten und den Wind auf der Haut zu spüren! Im
gegenwärtigen Zustand enthält die Insel dem Besucher diese
Erfahrung vor, und zwingt ihn stattdessen in einen dunklen
Innenraum! Um diese Fehlleistung zu beheben, müssen die
architektonischen Bedingungen radikal verändert werden: Hierzu
wird das Bestandsgebäude auf ein räumlich und wirtschaftlich
angemessenes Kernvolumen reduziert und als „Boutique – Mall“
umgestaltet. Anschließend wird diese mit einer dichten Wolke
kommerzieller Pavillons umgeben, die mit ihrem verzweigten
Gassensystem die räumliche und funktionale Vielfalt der

historischen Siedlung wiederaufleben lässt.

Um Besuchern einen Ausgleich zu den Boutiquen und
Restaurants anzubieten, soll Ihnen die landschaftliche Schönheit
vor Augen geführt und der Kontakt zum Fluss auch körperlich
erfahrbar gemacht werden. Hierzu wird die begradigte Uferkante
aufgebrochen und über begehbare Terrassen in das Wasser
hinabgeführt, und die Inselspitze zum renaturierten Flussparkt
umgestaltet. Dort können Touristen einen Aussichtsturm
erklimmen, dessen Informationsflächen über die Geschichte
der Stadt informieren. Nach ihrer Veröffentlichung fand die
Studie weite Beachtung in politischen und fachlichen Kreisen,
war Gegenstand örtlicher Fernsehsendungen und wurde auf

Kulturveranstaltungen ausgestellt.

Fast ein Jahrtausend lang spielte die Zhongzhou Insel in der Entwicklung Fuzhous eine wichtige Rolle als Knotenpunkt zwischen den Transportwegen zu Wasser und zu Lande. Über die schmale „Brücke der 10000 Alter“ mit dem Festland verbunden, stellte sie in die einzige Überquerungsmöglichkeit von Nord nach Süd dar und diente der Provinzhauptstadt als Hafen und vorgelagerter Siedlungsposten. Anfang der 90er Jahre fügte eine Serie von Hochwässern der baufälligen Inselbebauung schweren Schaden zu, so dass die Stadtverwaltung die Insel als Bauland zur Neuentwicklung verkaufte. Es entstand ein Einkaufszentrum im Stile eines barocken Schlosses. Das Projekt erwies sich als Desaster: Fehlplanungen und eine unzureichende Verkehrsanbindung ließen Mieter fernbleiben. Nach kurzer Inbetriebnahme schloss der Palast seine Tore, und fristet seitdem ein Dasein als „Geisterschloss“ im Herzen der Stadt. In jüngster Zeit lässt die Sanierung historischer Altstadtviertel das Potential der Insel für den wachsenden Tourismus in Fuzhou erahnen: Eine Reaktivierung als touristischer Umschlagplatz erschien uns plausibel. Ausgehend von dieser Hypothese ergriffen wir die Initiative und formulierten eine aufregende Vision zur Wiedererweckung der Insel, um nach Jahren der Lethargie die Diskussion über ihre Bedeutung für Fuzhou in der Stadtöffentlichkeit erneut anzustoßen.


Auf einer Insel sein heißt vor allem: im Freien den Blick auf das Wasser zu richten und den Wind auf der Haut zu spüren! Im gegenwärtigen Zustand enthält die Insel dem Besucher diese Erfahrung vor, und zwingt ihn stattdessen in einen dunklen Innenraum! Um diese Fehlleistung zu beheben, müssen die architektonischen Bedingungen radikal verändert werden: Hierzu wird das Bestandsgebäude auf ein räumlich und wirtschaftlich angemessenes Kernvolumen reduziert und als „Boutique – Mall“ umgestaltet. Anschließend wird diese mit einer dichten Wolke kommerzieller Pavillons umgeben, die mit ihrem verzweigten Gassensystem die räumliche und funktionale Vielfalt der historischen Siedlung wiederaufleben lässt.

Um Besuchern einen Ausgleich zu den Boutiquen und Restaurants anzubieten, soll Ihnen die landschaftliche Schönheit vor Augen geführt und der Kontakt zum Fluss auch körperlich erfahrbar gemacht werden. Hierzu wird die begradigte Uferkante aufgebrochen und über begehbare Terrassen in das Wasser hinabgeführt, und die Inselspitze zum renaturierten Flussparkt umgestaltet. Dort können Touristen einen Aussichtsturm erklimmen, dessen Informationsflächen über die Geschichte der Stadt informieren. Nach ihrer Veröffentlichung fand die Studie weite Beachtung in politischen und fachlichen Kreisen, war Gegenstand örtlicher Fernsehsendungen und wurde auf Kulturveranstaltungen ausgestellt.


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