

Ort zu einem erstklassigen Investitionsobjekt machen sollte.
In der klaustrophobischen Hochhausstadt sind Orte wie dieser
ein unschätzbares Gut. Angesichts jüngster Entwicklungen und
prekärer Lebensbedingungen innerhalb der maroden Häuser war
eine grundlegende Restrukturierung unabdingbar. Ziel der Arbeit
war es daher, das Gebiet unter Beibehaltung eines Gutteils seiner
Bausubstanz und seiner Qualität als urbaner Freiraum für den
neuen Kontext nachzurüsten. Gestalterisch sollte die traditionelle
Lilongbebauung am Anfang einer Formfindung stehen.


für die traditionelle Markttätigkeit bieten.





in ihrer räumlichen und sozialen Kohäsion aufgebrochen werden.



2005 war das letzte große Altbaugebiet Shanghais nördlich des Suzhou Flusses noch vom Abrisshammer verschont geblieben. Zwischen den Türmen erstreckten sich die Reihenhausblöcke wie ein Teppich über ein Gebiet von 20 Hektar. Nach Jahrzehnten mangelhafter Instandhaltung waren die Häuser zwar baufällig geworden; hinter den Mauern jedoch hatte sich ein selten gewordenes Stück Shanghaier Nachbarschaftsidylls erhalten: Kinder rannten durch die Gassen, Hausfrauen plauderten von Fenster zu Fenster, und Rentner saßen auf ihren Höckerchen und spielten Schach. Auf offener Straße entwickelte sich eine rege Markttätigkeit, die das Gebiet auch für Bewohner umliegender Hochhäuser zum attraktiven Anlaufpunkt machte. All dies war nur ein Zustand auf Zeit, da der Bau einer neuen U-bahnlinie den Ort zu einem erstklassigen Investitionsobjekt machen sollte.
In der klaustrophobischen Hochhausstadt sind Orte wie dieser ein unschätzbares Gut. Angesichts jüngster Entwicklungen und prekärer Lebensbedingungen innerhalb der maroden Häuser war eine grundlegende Restrukturierung unabdingbar. Ziel der Arbeit war es daher, das Gebiet unter Beibehaltung eines Gutteils seiner Bausubstanz und seiner Qualität als urbaner Freiraum für den neuen Kontext nachzurüsten. Gestalterisch sollte die traditionelle Lilongbebauung am Anfang einer Formfindung stehen.


Im Zuge chinesischer Stadterneuerungsprojekte werden Altbaugebiete üblicherweise durch eine gänzlich andere Gebäudeart ersetzt, die den Vorgaben der Immobilienunternehmen entspricht. Innerhalb weniger Jahre wird so das Gesicht einer Stadt bis zur Unkenntlichkeit verändert. Unter Berücksichtigung kommerzieller Interessen ist die vorgestellte Sanierungsstrategie als eine Alternative zu dieser traumatisierenden Operation konzipiert: Hierbei wird die Altbausubstanz im Blockinneren weitgehend erhalten. Leerstehende Flächen werden mit einer neuen Generation von Lilongs geschlossen, deren Gassen sich als Fußgängerbereiche dem Straßenraum öffnen und somit Flächen für die traditionelle Markttätigkeit bieten.





Nach außen hin schafft eine podiumartige Blockrandbebauung neuen Raum für Einzelhandel, Dienstleistungen und Büroflächen. Der so entstandene hybride Stadtblock ist im Stande die bewahrenswerten Qualitäten der historischen Nachbarschaft mit den Ansprüchen einer zeitgenössischen Stadt zu versöhnen: Block um Block wird das Gebiet somit verdichtet und für neue Nutzungen erschlossen, ohne dass seine Funktion als urbaner Freiraum beeinträchtigt und die gewachsenen Nachbarschaften in ihrer räumlichen und sozialen Kohäsion aufgebrochen werden.
