Augenblicklich befindet sich im Norden Fuzhous ein in den
Jahren beschleunigten Wachstums geplantes Wohnungsprojekt
kurz vor seiner Fertigstellung. Angesichts zunehmenden
Konkurrenzdruckes hat sich die Projektabteilung vorgenommen
die Planung anzupassen, und als Alleinstellungsmerkmal
inmitten der 18 identischen Hochhäuser künftigen Einwohnern
einen einzigartigen Gemeinschaftsbereich als Bezugs- und
Identifikationsort zu bieten. Bereits zu Verkaufszwecken errichtete
Mustereinheiten sollen dabei in der Planung berücksichtigt werden.
Aus künstlerischer Sicht lag der Reiz des Projektes darin, im Herzen
eines radikal durchrationalisierten und in seiner Monotonie und
Anonymität erdrückenden Siedlungsideales – der chinesischen
Version von Corbusiers Wohnmaschine – ein entgegenwirkendes
Element zu pflanzen, das den Einwohnern Erleichterung im
wörtlichen Sinne verschafft, indem es das urmenschliche Bedürfnis
nach Natürlichkeit, Kontakt und Bewegung zum Ausdruck bringt
und befördert. Angesichts des massiven Übergewichts gebauter
Architektur überzeugte der Entwurf, da er versprach, dieses Ziel
mit ephemeren Mitteln zu erreichen: Die Natur selbst sollte zum
malenden Element werden, das sich in zwangloser Bewegung

inmitten eines starren Labyrinthes neuen Raum schafft!

Das Grundelement des Entwurfes besteht in einer durch das
Gelände mäandrierenden Schmuckmauer, aus deren Krone
sich ortstypische Bougainvillebüsche üppig ergießen und einen
Pinselstrich aus farbigen Blüten in den Raum zeichnen. Die
künstlich definierten Grundstücksgrenzen spielend abtastend
bildet sie in ihrer Landschaftsgestaltung differenzierte Nischen
heraus, die fließend ineinander überlaufen und zum Verweilen,
Tanzen, Plaudern einladen. Dabei blendet die Schmuckmauer
wie ein reiches Bühnenbild die banale Umgebungsbebauung
und die temporären Mustereinheiten von der Wahrnehmung
der Besucher aus und erschafft die Illusion eines Einklanges von

Natur, Architektur, Farbe und Bewegung.

Augenblicklich befindet sich im Norden Fuzhous ein in den Jahren beschleunigten Wachstums geplantes Wohnungsprojekt kurz vor seiner Fertigstellung. Angesichts zunehmenden Konkurrenzdruckes hat sich die Projektabteilung vorgenommen die Planung anzupassen, und als Alleinstellungsmerkmal inmitten der 18 identischen Hochhäuser künftigen Einwohnern einen einzigartigen Gemeinschaftsbereich als Bezugs- und Identifikationsort zu bieten. Bereits zu Verkaufszwecken errichtete Mustereinheiten sollen dabei in der Planung berücksichtigt werden. Aus künstlerischer Sicht lag der Reiz des Projektes darin, im Herzen eines radikal durchrationalisierten und in seiner Monotonie und Anonymität erdrückenden Siedlungsideales – der chinesischen Version von Corbusiers Wohnmaschine – ein entgegenwirkendes Element zu pflanzen, das den Einwohnern Erleichterung im wörtlichen Sinne verschafft, indem es das urmenschliche Bedürfnis nach Natürlichkeit, Kontakt und Bewegung zum Ausdruck bringt und befördert. Angesichts des massiven Übergewichts gebauter Architektur überzeugte der Entwurf, da er versprach, dieses Ziel mit ephemeren Mitteln zu erreichen: Die Natur selbst sollte zum malenden Element werden, das sich in zwangloser Bewegung inmitten eines starren Labyrinthes neuen Raum schafft!


Das Grundelement des Entwurfes besteht in einer durch das Gelände mäandrierenden Schmuckmauer, aus deren Krone sich ortstypische Bougainvillebüsche üppig ergießen und einen Pinselstrich aus farbigen Blüten in den Raum zeichnen. Die künstlich definierten Grundstücksgrenzen spielend abtastend bildet sie in ihrer Landschaftsgestaltung differenzierte Nischen heraus, die fließend ineinander überlaufen und zum Verweilen, Tanzen, Plaudern einladen. Dabei blendet die Schmuckmauer wie ein reiches Bühnenbild die banale Umgebungsbebauung und die temporären Mustereinheiten von der Wahrnehmung der Besucher aus und erschafft die Illusion eines Einklanges von Natur, Architektur, Farbe und Bewegung.

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