

unmittelbar neben dem historischen Gebäude zu errichten.
Dabei waren die Herausforderungen an das Projekt
außergewöhnlich: Zum Ersten standen die räumlichen Erwartungen
der Gemeinde in Gegensatz zu den behördlichen Flächen- und
Höhenbeschränkungen. Zum Zweiten würde aufgrund der
umgebenden Bebauung die Sichtbarkeit des künftigen Gebäudes
auf die oberen Ebenen beschränkt sein. Zuletzt machte die
Nähe zur historischen Kirche inmitten einer unkommunikativen
Ansammlung von Neubauten eine selbstbewusste Formensprache
unabdingbar.


organisch gewachsenen Stadtsilhouette entstehen.
Die Fassade des Gemeindezentrums bildet einen Ruhe und
Erdung vermittelnden Gegenpol zum aufdringlichen Glanz der
Umgebung. Ähnlich wie die Kirche wird sie mit rotem Granit
verkleidet, hier jedoch in Form glatter Kiesel mittels einer
traditionellen Putztechnik angebracht. Theologisch verkörpert
diese Unendlichkeit kleinster Elemente die Natur des Wortes
„Kirche“, mit welchem nicht nur das Gebäude gemeint ist, sondern
auch die Summe aller Gäubigen. Auf menschlicher Ebene macht
diese Technik die Kirche nahbar und angenehm zu berühren,
und ruft stets ein Lächeln auf den Gesichtern großer und kleiner
Besucher hervor.







darbieten möchte.
Nur wenige Monate nach Fertigstellung hat sich das
Gemeindezentrum bereits zu einem beliebten Treff für Christen,
Einheimische und Touristen entwickelt.














Als die Huaxiang Gemeinde im Jahre 1938 die erste Kirche im Zentrum Fuzhous errichtete, überragte ihr Turm ein Meer aus traditionellen Hofhäusern. Seitdem wurde das kleine Gebäude Zeuge radikaler Veränderungen in der Stadt: vom jahrzehntelangen Verfall der Infrastruktur hin zu beispiellosem Wachstum; von der vollständigen Unterdrückung religiösen Lebens während der Kulturrevolution bis zum wundersamen Wachstum des Christentums in den Jahren seither. Heute befindet sich die Kirche am Grunde eines Labyrinths aus Hochhäusern! Da dringend Flächen für die überfüllten Gottesdienste benötigt wurde, beschloss die Gemeinde ein neues Gemeindezentrum unmittelbar neben dem historischen Gebäude zu errichten.
Dabei waren die Herausforderungen an das Projekt außergewöhnlich: Zum Ersten standen die räumlichen Erwartungen der Gemeinde in Gegensatz zu den behördlichen Flächen- und Höhenbeschränkungen. Zum Zweiten würde aufgrund der umgebenden Bebauung die Sichtbarkeit des künftigen Gebäudes auf die oberen Ebenen beschränkt sein. Zuletzt machte die Nähe zur historischen Kirche inmitten einer unkommunikativen Ansammlung von Neubauten eine selbstbewusste Formensprache unabdingbar.


Der Entwurf überzeugte, da er diese eklatanten Ungleichgewichte vor Ort harmonisiert und die Rolle eines räumlichen und materiellen „Vermittlers“ annimmt. Durch Faltung der Außenwand und Modulation der Gebäudehöhe in Form einer kontinuierlichen Auf- und Abbewegung passt sich der neue Baukörper den Proportionen der Kirche optimal an und lässt den Eindruck einer organisch gewachsenen Stadtsilhouette entstehen.
Die Fassade des Gemeindezentrums bildet einen Ruhe und Erdung vermittelnden Gegenpol zum aufdringlichen Glanz der Umgebung. Ähnlich wie die Kirche wird sie mit rotem Granit verkleidet, hier jedoch in Form glatter Kiesel mittels einer traditionellen Putztechnik angebracht. Theologisch verkörpert diese Unendlichkeit kleinster Elemente die Natur des Wortes „Kirche“, mit welchem nicht nur das Gebäude gemeint ist, sondern auch die Summe aller Gäubigen. Auf menschlicher Ebene macht diese Technik die Kirche nahbar und angenehm zu berühren, und ruft stets ein Lächeln auf den Gesichtern großer und kleiner Besucher hervor.







Der Raumbedarf des Kunden wird durch Bereitstellung großer Mehrzweckflächen gedeckt. Hierbei spielen die Dachflächen eine zentrale Rolle: Sie gehen über die traditionelle Funktion eines Daches hinaus, indem sie als Amphitheater konzipiert den Christen ermöglichen Gottesdienste unter freiem Himmel abzuhalten und sich von den Sorgen der Welt um sie herum zu lösen. Umgekehrt bilden sie auch eine Bühne urbanen Ausmaßes, von welcher die Gemeinde ihren Glauben mit der Stadt teilen kann. In diesem Sinne verkörpert das Gemeindezentrum eine Veränderung in der Selbstwahrnehmung der Gemeinschaft und in ihrem Auftrag als chinesische Christen: Beginnend als verängstigte Minderheit, die sich im Schutze ihrer Kirche vor einer ablehnenden Umwelt versteckte, entwickelten sie sich zu einer Gemeinschaft, die in der Stadt sichtbar sein und den Menschen ihre Botschaft der Erlösung darbieten möchte.
Nur wenige Monate nach Fertigstellung hat sich das Gemeindezentrum bereits zu einem beliebten Treff für Christen, Einheimische und Touristen entwickelt.











